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Update zur weltweit bedrohtesten Schildkröte

Jangtse-RiesenweichschildkröteDieses Jahr hat die Villa Amanda sie zur Schildkröte des Jahres gewählt. Die Jangtse-Riesenweichschildkröte Rafetus swinhoei. Vor zwei Tagen brachte die Turtle Survival Alliance ein kleines Update.

Da bisher alle Versuche das letzte Pärchen in Gefangenschaft zu vermehren scheiterten, beauftragte man eine Untersuchung der gelegten Eier. Diese weisten keinerlei Anzeichen von Spermien auf, was entweder auf eine Sterilität des Männchens oder Unfähigkeit der  Begattung zurück zu führen ist.

Als Konsequenz erlaubt man nun die Entnahme von Spermien an dem Männchen um die Eier künstlich zu befruchten. Bislang verweigerte man diese Methode, da das Risiko besteht, dass das Männchen dabei sterben könnte.

Inzwischen wird weiterhin fieberhaft nach weiteren wildlebenden Exemplaren der Jangtse-Riesenweichschildkröte gesucht. Es wurden mehrere Sichtungen im roten Fluss in der Yunnan Provinz berichtet. Bisher konnte das Tier oder die Tiere aber nicht gefangen werden.

Falls es weitere News zu Villa Amandas Schildkröte des Jahres gibt, so werde ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Quelle: http://www.turtlesurvival.org/blog/1-blog/297-an-update-on-the-worlds-most-endangered-turtle#.U-ySnGOMksR

Inkubationszeiten Griechischer Landschildkröten

Zwischen Mai und Juli ist die Eiablage-Hochsaison bei griechischen Landschildkröten. Der ein oder andere möchte gerne sein Glück versuchen und die Eier bebrüten. Doch welche Bedingungen müssen für eine erfolgreiche Bebrütung vorherrschen und wie sieht das ganze in der Natur aus? Im Folgenden bediene ich mich bei der „Langzeitstudie zum Fortpflanzungsverhalten von Testudo hermanni boettgeri und Testudo marginata“ von Mag.rer.nat. Robert Riener und meinen eigenen Erfahrungen. Inkubationszeiten Griechischer Landschildkröten weiterlesen

Turtle Island gelingt wichtiger Zuchterfolg

McCord Schlangenhalsschildkröte Chelodina mccordiWie die Kleine Zeitung berichtet gelang dem Zoologen Peter Praschag ein wichtiger Zuchterfolg.

Die Eier zweier, damals wild gefangener, McCords Schlangenhalsschildkröten (Chelodina mccordi), die in der Natur als so gut wie ausgestorben gelten, wurden erfolgreich bebrütet. Von 31 Eiern sind 7 bereits geschlüpft. Die restlichen Eier befinden sich noch im Inkubator.

In Praschags Obhut befinden sich noch weitere seltene Schildkrötenarten. Auf Grund des Zuchterfolgs hofft er, dass sein Mietvertrag für Turtle Island, der im Mai ausläuft, von der Stadt Graz verlängert wird.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3572659/seltene-schildkroeten-lieben-graz.story

Lonesome George: Spezies doch nicht ausgestorben?

Zumindest sind die Gene noch nicht vollständig von der Bildschirmfläche verschwunden. Forscher der Universität Yale haben auf Isabella Island jetzt 17 hybride Schildkröten gefunden deren Vorfahren derselben Spezies wie Lonesome George angehören.
Was diesen Fund jetzt so besonders macht ist die Tatsache, dass 5 der Hybriden noch jugendliche sind.Dies erweckt die Hoffnung, dass deren Eltern reinrassige Pinta Riesenschildkröten sind und eventuell noch am Leben sind und versucht diese jetzt ausfindig zu machen.

Lonesome George Sollten die Eltern tatsächlich noch am Leben sein gibt es allerdings keine Garantie, dass sie wirklich noch reinrassig sind.

Großes Ziel wäre es Lonesome Georges Spezies wieder aufleben zu lassen und auf der Heimatinsel wieder anzusiedeln, wo sie ihrer wichtigen Rolle das dortige Ökosystem im Gleichgewicht zu halten nachkommen kann.

Babyschildkröten ziehen ins große Terrarium

Vor einigen Tagen war es für die kleinsten endlich soweit und sie sind in das große Terrarium gezogen.Die Bauchpanzer sind nun gut verschlossen, sodass Verletzungen durch die größeren weitestgehend ausgeschlossen werden können, wenn diese mal über sie Klettern.

Ein erster Versuch die Babys zu integrieren scheiterte zunächst, da eine der größeren anfing nach den kleinen zu schnappen.
Beim zweiten Versuch marschierte sie wieder zielstrebig auf eines der Babys zu, stubste diese aber nur an in Richtung Salat als wolle sie ihr zeigen, dass sie herzlich wilkommen ist.

Die beiden Größeren sind jetzt aber auch schon im Winterschlaf, sodass die kleinen das Terrarium für sich alleine haben und dort herumtoben können.
Die kleinen kommen erst in ein paar Wochen in den Kühlschrank.

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3. Babyschildkröte da

Da aller guten Dinge 3 sind, musste natürlich auch noch eine dritte Amanda schlüpfen.
Diese hier hatte es diesmal nicht so eilig und ging das ganze ziemlich gemütlich an.
Die „Geburt“ dauerte diesmal über 24 Stunden.
Bereits gestern am 30.09 war Nachmittags ein klitzekleines Loch im Ei zu sehen, welches fast die ganze Nacht über unverändert blieb.
Erst gegen 1 Uhr in der Früh vergrößerte sich das Loch etwas, doch 7 Stunden später hatte sich nicht mehr sehr viel getan.

Nach einem sehr langen Kampf mit dem Ei schaffte die kleine es dann erst gegen 17 Uhr sich vollständig aus dem Ei zu befreien.

Dieses mal habe ich keine Fotos vom Panzer, denn unten am Bauch befindet sich noch der Eidotter in Form einer kleinen runden Kugel. Es ist sehr empfindlich und etwas Eihaut klebt zum Schutz noch dran. Ich wollte nicht riskieren, dass der Dottersack verletzt wird. Im schlimmsten Fall kann der Schlüpfling dann nämlich verbluten.

Aber dieses mal habe ich dafür ein paar Fotos vom Schlüpfvorgang.

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2. Babyschildkröte geschlüpft

Da war heute Morgen die Freude groß.Als ich wie jeden Morgen nach den Amandas geschaut habe und ihnen frisches Wasser und Salat gab entdeckte ich, dass noch eine Schildkröte geschlüpft ist.

Auch sie hatte sich erstaunlich schnell aus ihrem Ei befreit.
Im Gegensatz zu ihrem Geschwisterchen läuft sie aber deutlich mehr herum und ist am Panzer auch nicht so empfindlich.
Vom Dottersack ist dieses mal etwas mehr übrig, er ist aber nicht besonders sensibel, so dass er leicht reißen würde.

Hier natürlich wieder ein paar Bilder für euch.