Mit Fake-Eiern gegen illegalen Schildkröteneihandel

Meeresschildkröten sind vom Aussterben bedroht. Durch Jagd und die Zerstörung von Nistplätzen, sind die Zahlen in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Doch auch, wenn sie in den letzten Jahren durch Schutzmaßnahmen wieder rauf gegangen sind, muss noch immer einiges getan werden. Neben den oben erwähnten Problemen ist auch der illegale Handel mit den Eiern ein großes Problem. Nur aus jedem Tausendsten Ei schlüpft eine Schildkröte, die das Erwachsenenalter erreicht und sich fortpflanzt. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Schildkröten jedes Jahr schlüpfen. Doch gerade in Asien und Mittelamerika, werden Nester von Menschen für den Schwarzmarkt geplündert, weil sie als Delikatesse gelten oder ihnen heilsame Wirkungen nachgesagt werden.

Leider wusste man bisher nicht welchen Weg die Eier gehen und wie man den Handel unterbinden kann. In einem ersten Projekt hat man nun in Costa Rica mit GPS ausgestattete Fake-Eier in die Nester platziert. Von den 100 platzierten Eiern, wurde knapp ein viertel gestohlen. Es zeigte sich bei der GPS Verfolgung, dass die meisten Eier im lokalen Umkreis gehandelt werden und keine allzuweiten Wege zurück legen. Gleichzeitig zeigte die Studie, dass die Ei-Atrappen der Entwicklung der Embryonen nicht schadete und die Schildkröten aus den nicht geplünderten Nestern normal schlüpfen konnten. Mit diesen Erkenntnissen hofft man nun den illegalen Handel besser unterbinden zu können.

Ich finde die Idee dahinter pfiffig und hoffe, dass sie in Zukungt die erhoffte Wirkung zeigen wird. In Kamboscha geht man einen anderen Weg, um die Cantors Riesen-Weichschildkröte zu schützen. Dort bietet man der lokalen Bevölkerung Enteneier zum Tausch an, damit die Schildkröteneier nicht gegessen werden.

Quelle
Tagesspiegel – Mit Ei-Atrappen gegen Schildkröten-Wilderer

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