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Müll-Skulpturen mahnen vor Verschmutzung der Meere

Müllskulptur Two Oceans Aquarium Cape TownMeine Reise nach Kapstadt im vergangenen Dezember führte mich unter Anderem ins Two Oceans Aquarium Cape Town, wo diese, teilweise wunderschönen, Skulpturen von der Decke hängen. Doch so schön sie auch sein mögen, so sehr ermahnen sie einen, seinen Umgang mit Plastik zu überdenken.

Die Skulpturen füllten einen großen Teil der Decke, waren aber so geschickt angebracht, dass aus dem Augenwinkel zunächst nicht auszumachen war, dass sie aus Müll sind. Bei der Qualle, welche die erste Skulptur war die mir ins Auge fiel, habe ich ein paar Sekunden gebraucht um zu bemerken, dass sie aus Plastiktüten gemacht ist.

Und was für uns Menschen schwer zu erkennen ist, ist für die Bewohner der Meere noch viel schwerer. So sterben leider auch viele Meeresschildkröten Jahr für Jahr an verschluckten Plastiktüten, die sie fälschlicherweise für Quallen halten. Mittlerweile soll dies sogar Todesursache Nr. 1 sein. Es existieren sogar schwimmende Inseln aus Plastik die eine Fläche in der Größe Mitteleuropas erreicht haben.

Müllskulptur Two Oceans Aquarium Cape Town

Die Skulpturen im Two Oceans Aquarium Cape Town sind Teil der Kampagne Rethink the Bag, die die Menschheit zu einem Umdenken im Umgang mit Plastik bewegen möchte. Ich finde diese Kampagne sehr gut!

Bamberger Steinschildkröte: Ein Denkmal für Tschernobyl

Schildkröte Denkmal Bamberg TschernobylIm Frühjahr diesen Jahres war ich zu Besuch in Bamberg und stieß bei einem Spaziergang am Fluss auf diese Steinskulptur. Eine auf dem Rücken liegende Schildkröte, auf deren Bauch die Weltkarte eingraviert ist.

So schön diese Skulptur auch ist, so ernst ist deren Hintergrund, denn sie ist der Sieger des Projekts „Ein Denkmal für Tschernobyl“. Der Koreaner Jin Mo Kang gewann diesen Wettbewerb. Die auf dem Rücken liegende Schildkröte soll die Wehrlosigkeit der Natur gegenüber der radioaktiven Verseuchung darstellen. Die Weltkarte auf dem Bauch soll zeigen, dass die ganze Welt davon betroffen ist. Das Denkmal wurde am 26. April 2011 an Bamberg übergeben. Dazu hab ich auch einen Artikel gefunden.