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Müll-Skulpturen mahnen vor Verschmutzung der Meere

Müllskulptur Two Oceans Aquarium Cape TownMeine Reise nach Kapstadt im vergangenen Dezember führte mich unter Anderem ins Two Oceans Aquarium Cape Town, wo diese, teilweise wunderschönen, Skulpturen von der Decke hängen. Doch so schön sie auch sein mögen, so sehr ermahnen sie einen, seinen Umgang mit Plastik zu überdenken.

Die Skulpturen füllten einen großen Teil der Decke, waren aber so geschickt angebracht, dass aus dem Augenwinkel zunächst nicht auszumachen war, dass sie aus Müll sind. Bei der Qualle, welche die erste Skulptur war die mir ins Auge fiel, habe ich ein paar Sekunden gebraucht um zu bemerken, dass sie aus Plastiktüten gemacht ist.

Und was für uns Menschen schwer zu erkennen ist, ist für die Bewohner der Meere noch viel schwerer. So sterben leider auch viele Meeresschildkröten Jahr für Jahr an verschluckten Plastiktüten, die sie fälschlicherweise für Quallen halten. Mittlerweile soll dies sogar Todesursache Nr. 1 sein. Es existieren sogar schwimmende Inseln aus Plastik die eine Fläche in der Größe Mitteleuropas erreicht haben.

Müllskulptur Two Oceans Aquarium Cape Town

Die Skulpturen im Two Oceans Aquarium Cape Town sind Teil der Kampagne Rethink the Bag, die die Menschheit zu einem Umdenken im Umgang mit Plastik bewegen möchte. Ich finde diese Kampagne sehr gut!

Schildkröten Südafrikas

Meine letzte Reise brachte mich nach Südafrika, genauer gesagt Kapstadt. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten erhoffte ich mir selbstverständlich auch Einblicke in die einheimische Schildkrötenwelt zu erlangen. Dort leben schließlich die großen Berg- oder auch Pantherschildkröten (Stigmochelys pardalis) und die etwas kleineren Afrikansichen Schnabelbrustschildkröten (Chersina angulata).

Pantherschildkröte KapstadtAlso ging es nach draußen. Unter anderem in die Karoo. Irgendwann kamen endlich die vielen Schilder, die Autofahrer vor passierenden Schildkröten  warnen. Doch die einzigen Schildkröten die ich fand waren in Inverdoorn, in dem vermutlich einzigen Gehege, das dort weit und breit existiert. In diesem wurden verletzte Tiere aufgenommen und hoch gepeppelt. Die freilebenden Schildkröten ließen sich aber leider nicht blicken.

Auch am Kap der Guten Hoffnung erhoffte ich bei einer Wanderung auf Schildkröten zu treffen. Berichte von Sichtungen hatte ich zuvor schon gehört, aber auch hier war wieder nichts zu sehen. Generell waren erstaunlich wenig Tiere am Kap zu sehen. Selbst die Baboons, die sich auf das Ausrauben von Touristen spezialisiert haben, waren nicht anzutreffen.

Letzte Hoffnung waren dann die Cederbergs. Neben dem „Big Five“ Mitglied dem Leoparden soll es auch hier Schildkröten geben. Zu sehen gab es einiges: Vögel, Affen, wilde Orangen und andere schöne Pflanzen, einen atemberaubenden Sternenhimmel…aber leider wieder keine Schildkröten.

Pantherschildkröte Kapstadt

Als kleiner Trost blieb mir nur ein begehbares Gehege in einem Vogelpark. Auch wenn die Aufnahmen gelungen sind und ich mich riesig gefreut habe, so hätte ich die Schildkröten doch gerne in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet. In dem Park gab es, neben den oben erwähnten Arten, auch Starrbrust-Pelomedusen (Pelomedusa subrufa), eine ca. 30 cm große Wasserschildkröte.