Schüler baut Roboterschildkröte für Naturschutz
Der kanadische Schüler Evan Budz hat eine autonome Roboterschildkröte für den Naturschutz gebaut und wurde damit gleich zweimal ausgezeichnet. Die Bionic Underwater Robotic Turtle (kurz: BURT) ist ein kleiner Roboter in Schildkrötenform, der sich autonom durchs Wasser bewegen kann. Dabei scannt er seine Umwelt mithilfe einer Kamera sowie weiteren Sensoren. So ist BURT in der Lage, Umweltschäden wie Korallenbleiche oder Mikroplastik zu erkennen und invasive Arten aufzuspüren. Korallenbleiche soll nach eigenen Angaben mit einer 96-prozentigen Genauigkeit erkannt werden.
Die Schildkrötenform ist dabei kein Zufall. Der Zehntklässler gab in einem Interview mit Popular Science an, dass er sich von dem Anblick einer Schnappschildkröte zu der Form inspirieren ließ, als er sah wie fließend sie durchs Wasser glitt, ohne die Umgebung dabei zu stören. Die finale Bauweise ist an die Körperform der Grünen Meeresschildkröte angelehnt und besitzt dieselben Proportionen. So kann BURT, im Gegensatz zu den meisten Unterwasserdrohnen, nahezu geräuschlos durchs Wasser gleiten ohne Verwirbelungen zu verursachen, sodass die Meeresbewohner nicht gestört werden.
Mit seiner Erfindung gewann Evan Budz den ersten Preis sowohl beim Canada-Wide Science Fair als auch beim European Union Contest for Young Scientists. Ich persönlich bin von der Erfindung sehr beeindruckt und beglückwünsche den Nachwuchswissenschaftler auf diesem Wege zu seinem Erfolg!
Bildquelle: Instagram-Beitrag von hdsbschools

