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Sexgierige Schildkröte rettet eigene Spezies vor dem Aussterben

Diego lautet der Name der heldenhaften Riesenschildkröte, welche das Überleben seiner Spezies Chelonoidis hoodensis sicherte. Die Galapagos Riesenschildkröte wurde in den 1960er Jahren aus dem San Diego Zoo in Kalifornien in seine ursprüngliche Heimat auf die Insel Española gebracht, wo nur noch zwei weitere Männchen und 12 Weibchen lebten. Die Art stand kurz davor auszusterben, doch dann machte Diego sich an die Arbeit.

Mit Hilfe eines Zuchtprogramms konnte sich die Population auf mittlerweile 2000 Individuen erholen. Untersuchungen ergaben, dass Diego 800-facher Vater ist. Dank Diegos Einsatz ist die Riesenschildkröte nicht länger akut vom Aussterben bedroht. Zwar ist sie immer noch gefährdet, aber die Population wächst weiter.

Quelle: MailOnline – Sex-mad tortoise saves his species from extinction: 100-year-old Galapagos giant is credited with rebuilding the population almost single-handed

Española Galapagos Riesenschildkröten Population stabil

Wie Galapagos Conservancy berichtet, ist auf der Insel Española ein wichtiges Artenschutzprojekt erfoglreich geglückt. Die Population der dort lebenden Riesenschildkröten Chelonoidis hoodensis wurde in den 60er Jahren auf 15 Individuen reduziert, konnte jetzt aber laut einer Studie von Gibbs et. al. stabilisiert werden.

Espanola Galapagos Riesenschildkröte Chelonoidis hoodensisÜber 2000 Schildkröten wurden nachgezüchtet und auf der Insel ausgesetzt. Viele überlebten und einige vermehren sich sogar auf natürliche Art und Weise, sodass sich die Populationsgröße nicht wieder so stark reduzieren dürfte.

Allerdings kann sie derzeit auch nicht weiter wachsen, denn das Ökosystem wurde in weiten Teilen durch eingeführte Ziegen so verändert, dass die Schildkröten dort derzeit keine guten Bedingungen vorfinden. An diesem Problem wird derzeit wohl auch gearbeitet, es benötigt aber noch viel Zeit.

Quelle: http://www.galapagos.org/newsroom/success-for-espanola-tortoises/

Galapagos Schildkröten lebten wohl ursprünglich am Amazonas

Diese Nachricht ist war schon einen Monat alt, aber ich möchte sie euch dennoch nicht vorenthalten.

AmazonasWie „La Prensa“ berichtet, kam man an der Universidad Federal de Acre in Brasilien nach zweijähriger Arbeit an einem brasilianischen Fossil (genauer gesagt einigen Überresten eines Panzers), einer vor rund 8 mio Jahren lebenden Schildkröte der Gattung Chelonoidis, zu dem Schluss, dass die Galápagos Riesenschildkröten aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Amazonasgebiet stammen. Das besagte Fossil der prähistorischen Schildkröte, welche etwa doppelt so groß war wie heute lebende Galápagos Riesenschildkröten, weist demnach die größte Ähnlichkeit zu den heute dort lebenden Schildkröten auf.

Galapagos Inseln

Bisher vermutete man, dass kleinere Schildkröten als Treibgut auf die Inseln kamen und sich dort auf Grund fehlender Feinde und guten Lebensbedingungen zu solch riesigen Exemplaren entwickeln konnten.

Source: http://www.laprensasa.com/309_america-in-english/2066650_pre-historic-tortoises-lived-in-amazon-before-migrating-to-galapagos.html

Bibi und Poldi wohl endgültig geschieden

Mit ihrer Schildkrötenscheidung haben es Bibi und Poldi ja bereits geschafft, als berühmte Schildkröten verewigt zu werden. Nun berichtete der Kurier erneut über das zerstrittene Paar des Klagenfurter Reptilienzoos. Demnach sei es nun nach mehreren Versuchen nicht gelungen die beiden Galápagos-Schildkröten wieder zu vereinen. Selbst der Einsatz von Attrappen, brachte kein positives Ergebnis.

Dies bedeutet das endgültige Eheaus zwischen Bibi und Poldi. Der Reptilienzoo will das Gehege nun umbauen und wird so schnell wohl keine weiteren Versuche einer Versöhnung starten.